Irmgard Rainer auf der Wiese - Über mich

Vom Mangel an Selbstwert zum Traumgehalt: Wie du deinen Selbstwert im Business stärkst und dir holst, was dir zusteht .

Ein Leitfaden für innere Stärke, souveränes Auftreten und erfolgreiche Gehaltsverhandlung


Haben Sie sich jemals in einer Meeting-Runde ertappt, wie Sie eine großartige Idee
herunterschluckten, weil Sie dachten: „Was, wenn das dumm klingt?“ Oder haben Sie am
Monatsende auf Ihren Gehaltszettel geblickt und gespürt, dass die Zahlen darauf in keiner
Weise den Schweiß, die Überstunden und Herzblut widerspiegeln, die Sie in Ihre Arbeit
stecken?
Sich im Business „klein zu fühlen“, ist kein seltenes Phänomen. Es ist das greifbare Resultat
eines Mangels an Selbstwert und innerer Stärke. Ohne einen soliden Selbstwert neigen wir
unbewusst dazu, unsere Macht an der Garderobe des Unternehmens abzugeben. Wir
lassen andere über unseren Wert entscheiden, akzeptieren zu niedrige Budgets, trauen uns
nicht nach einer Gehaltserhöhung zu fragen und geben permanent zu viel, während wir viel
zu wenig zurückbekommen. Dieser Blogbeitrag beleuchtet die psychologischen Ursachen
und zeigt Ihnen konkrete Wege auf, wie Sie Ihren Selbstwert transformieren und endlich das
verdienen, was Sie wert sind.

Die Psychologie des Unterwert-Verkaufens

Niemand wacht morgens auf und beschließt rational, sich unter Wert zu verkaufen. Dieses
Verhalten steuert uns aus dem Unterbewusstsein. Sehr häufig liegen die Wurzeln in unserer

Kindheit. Wenn wir gelernt haben, dass wir nur dann geliebt, anerkannt und sicher sind,
wenn wir „brav“ sind, keine Ansprüche stellen, die Erwartungen anderer übertreffen und
Konflikte meiden, projizieren wir dieses Verhaltensmuster direkt auf unsere berufliche
Laufbahn.
Im Business-Kontext führt ein niedriger Selbstwert zu einem fatalen Kreislauf: Aus Angst vor
Ablehnung oder Kündigung leisten wir Übermenschliches (Überkompensation). Gleichzeitig
fordern wir jedoch keinen adäquaten Gegenwert ein, weil wir tief im Inneren glauben, es
nicht verdient zu haben. Die Erkenntnis – „Ich habe zu viel gegeben und zu wenig
bekommen“ – kommt oft erst Jahre später, wenn die Erschöpfung einsetzt. Doch der
Schlüssel zur Veränderung liegt im Hier und Jetzt: Sobald Sie erkennen, dass Ihr Wert als
Mensch absolut und unabhängig von Ihrer Leistung ist, können Sie beginnen, Ihre
professionellen Grenzen neu zu stecken.

Zehn goldene Tipps für mehr Selbstwert im
Business

Die Stärkung des Selbstwerts ist wie Muskeltraining – es erfordert Kontinuität. Hier sind
zehn praxiserprobte Strategien, um Ihr inneres Fundament im Berufsleben nachhaltig zu
festigen:
 1. Das „Erfolgs-Tagebuch“ führen: Notieren Sie täglich drei Dinge, die Ihnen gut
gelungen sind. Das schult das Gehirn, den Fokus weg von Fehlern und hin zu Ihren
Kompetenzen zu lenken.
 2. Die eigenen Stärken inventarisieren: Schreiben Sie eine Liste aller Ihrer
Fähigkeiten, Zertifikate und weichen Faktoren (z.B. Empathie, Krisenfestigkeit) auf.
Schwarz auf Weiß verliert der innere Kritiker seine Argumente.
 3. Nein-Sagen üben: Jedes „Ja“ zu einer zusätzlichen, unbezahlten Aufgabe, für die Sie
eigentlich keine Kapazität haben, ist ein „Nein“ zu Ihrem eigenen Selbstwert. Setzen Sie
klare Grenzen.
 4. Perfektionismus ablegen: Erlauben Sie sich, Fehler zu machen. Fehler sind keine
Beweise für Inkompetenz, sondern schlichtweg Lernprozesse auf dem Weg zum Erfolg.
 5. Den inneren Kritiker entmachten: Geben Sie der negativen Stimme in Ihrem Kopf
einen Namen (z.B. „Der Zweifler“). Distanzieren Sie sich von ihr: „Ah, der Zweifler spricht
wieder. Aber heute entscheide ich.“
 6. Lob und Komplimente annehmen: Wenn jemand Ihre Arbeit lobt, antworten Sie
einfach mit: „Vielen Dank, das freut mich.“ Verzichten Sie auf Relativierungen wie „Das
war doch nichts“ oder „Ich hatte nur Glück“.
 7. Ein professionelles Netzwerk aufbauen: Suchen Sie den Austausch mit Mentoren
und Kollegen, die Sie bestärken und konstruktiv fördern, statt Sie kleinzuhalten.
 8. Den eigenen finanziellen Marktwert recherchieren: Objektivität nimmt die Emotion.
Nutzen Sie Plattformen wie Gehalt.de oder Branchenberichte, um schwarz auf weiß zu
sehen, was Ihre Position wert ist.

 9. In die eigene Weiterbildung investieren: Wissen generiert Sicherheit. Je fundierter
Ihre Expertise ist, desto schwerer fällt es Ihrem Unterbewusstsein, an Ihren Fähigkeiten
zu zweifeln.
 10. Selbstfürsorge priorisieren: Achten Sie auf Schlaf, Pausen und Auszeiten. Wer
sich selbst pflegt, signalisiert dem eigenen System: Ich bin es wert, dass gut für mich
gesorgt wird.

Souveränes Auftreten: Körpersprache und Mindset


Unsere innere Haltung spiegelt sich eins zu eins in unserem äußeren Auftreten wider. Wenn
wir uns klein fühlen, machen wir uns auch physisch klein. Doch das Spannende ist: Diese
Verbindung funktioniert in beide Richtungen (Stichwort: Embodiment). Durch die bewusste
Veränderung Ihrer Körpersprache können Sie Ihr Gehirn positiv beeinflussen und sofort
selbstbewusster wirken.
Quick-Check für ein starkes Auftreten:

  • Raum einnehmen: Stehen oder sitzen Sie aufrecht. Schultern nach hinten unten, Brustkorb öffnen.
  • Blickkontakt halten: Weichen Sie Blicken nicht sofort aus. Das signalisiert Gleichwertigkeit.
  • Ruhe in der Stimme: Sprechen Sie langsamer und senken Sie am Satzende die Stimme
    (keine Frage-Intonation).
  • Streichen Sie Weichmacher: Ersetzen Sie „Ich wollte mal fragen, ob ich eventuell…“ durch
    „Ich schlage vor…“ oder „Mein Ziel ist es…“.

Die Gehaltsverhandlung: Schritt-für-Schritt zum
verdienten Erfolg


Die Angst vor der Gehaltsverhandlung ist im Grunde die Angst vor der Konfrontation mit
dem eigenen Marktwert. Wenn Sie Ihren Selbstwert erhöht haben, verhandeln Sie nicht
mehr als Bittsteller, sondern als gleichwertiger Geschäftspartner, der eine wertvolle
Ressource (seine Arbeitsleistung) anbietet. Bereiten Sie das Gespräch anhand der
folgenden Meilensteine strategisch vor:


Schritt 1: Die Leistungs-Matrix erstellen
Gehen Sie nicht mit dem Argument „Alles ist teurer geworden“ in das Gespräch. Ihr Chef
zahlt für Ihren Mehrwert, nicht für Ihre Lebenshaltungskosten. Listen Sie auf: Welche
Projekte haben Sie erfolgreich abgeschlossen? Wo haben Sie Kosten gespart, Prozesse
optimiert oder das Team entlastet?

    Schritt 2: Den konkreten Anker setzen
    Nennen Sie eine krumme, präzise Zahl (z.B. 4.350 € statt 4.000 €). Das signalisiert, dass
    Sie sich im Vorfeld exakte Gedanken gemacht haben. Planen Sie einen
    Verhandlungsspielraum ein, sodass Ihr Mindestziel nach einem potenziellen Kompromiss
    immer noch erfüllt ist.


    Schritt 3: Souverän mit Einwänden umgehen
    Sollte das Argument kommen: „Aktuell haben wir dafür kein Budget“, bleiben Sie ruhig.
    Nicken Sie und sagen Sie: „Ich verstehe die wirtschaftliche Situation des Unternehmens.
    Welche Ziele muss ich in den nächsten sechs Monaten erreichen, damit wir diese
    Anpassung verbindlich vereinbaren können?“ Lassen Sie dies schriftlich im Protokoll
    festhalten.

    Fazit: Deine Macht gehört dir


    Sich jahrelang unter Wert verkauft zu haben, ist kein Urteil für die Zukunft – es ist eine
    wertvolle Lektion der Vergangenheit. Sie wissen jetzt genau, wie es sich anfühlt, die eigene
    Macht abzugeben. Nutzen Sie diesen Schmerz als Treibstoff für den Wandel. Der Weg zu
    innerer Stärke und einem angemessenen Gehalt beginnt mit der täglichen Entscheidung,
    sich selbst wichtig zu nehmen. Treten Sie vor den Spiegel, erkennen Sie Ihre gigantische
    Leistung an und holen Sie sich im nächsten Gespräch genau das ab, was Ihnen zusteht.
    Denn im Business bekommt man selten das, was man verdient – man bekommt das, was
    man bereit ist, selbstbewusst zu verhandeln.

    Let,s go , let,s grow…..

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